Harley-Davidson: Geschichte einer Bike-Legende

Im Jahr 1903 bauten die Konstrukteure William S. Harley und Arthur Davidson ihr erstes Motorrad. Der Prototyp war kaum mehr als ein grau lackiertes Fahrrad, bei dem eine Brennkammer als Hilfsmotor fungierte. Drei Exemplare verließen den Holzschuppen, der als Fertigungsstätte genutzt wurde.

Zusammen mit Davidsons Brüdern William und Walter gründeten die beiden Konstrukteure 1907 die Harley-Davidson Motor Company in Milwaukee (Wisconsin), wo sich auch heute noch der Stammsitz der Firma befindet.

Die eigentliche Harley-Davidson-Geschichte beginnt im Jahr 1909, als das Unternehmen das erste Modell mit Zwei-Zylinder-Motor auf den Markt bringt. Dabei sind die Zylinder im bis heute charakteristischen 45-Grad-Winkel zueinander angeordnet, um Platz zu sparen und so den Rahmen des Ein-Zylinder-Modells beibehalten zu können. 1909 arbeiten bereits 35 Mitarbeiter an der Fertigung von 1.149 Motorrädern. Elf Jahre später, 1920, sind es 2.000 Mitarbeiter, die 28.980 Maschinen fertigen – Harley-Davidson ist zum größten Motorradhersteller der Welt aufgestiegen!

Harley-Davidson setzt Trends

Und Harley-Davidson setzt weiter Trends: 1957 kommt mit der „Sportster“ das erste Modell einer Reihe leichter und wendiger Bikes auf den Markt.

Die „Electra Glide“ aus dem Jahr 1965 ist eines der ersten voll ausgestatteten Tourenmotorräder, und 1971 markiert die „Super Glide“ den Auftakt der Chopper-Baureihe. 1989 schließlich wird mit der „Fat Boy“ die Cruiser-Ära eingeführt.
Spätestens mit dem Kinofilm „Easy Rider“ (1969) wird die Marke Harley-Davidson zum Kult, befeuert von der kämpferischen Stimmung der Zeit.

Allerdings macht die Firma in den Siebzigern auch einige Turbulenzen durch, mehrmals steht sie vor dem finanziellen Kollaps. Heute geht’s Harley-Davidson ausgezeichnet, die Marketingstrategie, auf den Namen und das „Erlebnis“ Harley-Davidson zu setzen, ist voll aufgegangen.

Mittlerweile sind es nicht mehr nur Revoluzzer und Rocker, die Harley-Davidson fahren.

Ob Banker oder Lehrer, Arbeiter oder Unternehmensvorstand: Sie alle sind dem Mythos Harley verfallen – vielleicht, weil viele von ihnen alt genug sind, „Easy Rider“ noch im Kino gesehen zu haben.

Harley-Davidson-Museum: Geschichte zum Anfassen

Wer die Harley-Davidson-Geschichte einmal „zum Anfassen“ erleben will, macht einen Abstecher nach Milwaukee: Hier hat im Jahr 2008 das neue Harley-Davidson-Museum eröffnet. Auf 12.000 Quadratmetern stehen mehr als 450 Motorräder, darunter berühmte Klassiker und seltene Sonderanfertigungen. Dazu gibt’s umfassende Archive und spannende Sonderausstellungen, die den Weg dieser legendären Marke von 1903 bis heute nachzeichnen.

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