Motorradfahren mit Kind

Einige Voraussetzungskriterien hingegen müssen erfüllt sein, damit das Motorradfahren mit Kind erlaubt ist. Bei der Mitnahme von Kindern unter sieben Jahren muss ein besonderer Sitz auf dem Gefährt angebracht werden. Zusätzlich müssen Radverkleidungen angebracht werden, die verhindern, dass die Füße der Kinder in die Speichen geraten können. Eine weitere Voraussetzung dafür, Kinder auf dem Motorrad in diesem jungen Alter mitzunehmen, ist, dass die Kinder genügend Kraft aufbringen sollten, um sich problemlos festzuhalten.

Werden ältere Kinder auf dem Motorrad mitgenommen, muss ebenso ein zusätzlicher Sitz samt Fußstützen und Haltesystem am Motorrad angebracht sein.

Zum anderen müssen die Schutzkleidung und insbesondere die Helme für die Kinder passend sein, da ansonsten die Nackenmuskulatur leiden könnte. Entsprechende Kinderhelme sollten möglichst mit Beratung von Experten im Motorradfachgeschäft gekauft werden. Da Kinder schnell aus der Kleidung herauswachsen, bietet es sich an, die passenden Jacken und Hosen gebraucht zu kaufen.

Bilder:
© Motorräder: Scott G Toepfer / Eagle Rider
© Harley: Brad Chaney / Harley-Davidson Motor Company

Gute Planung ist Voraussetzung

Bereits vor der ersten Fahrt sollten die notwendigen Handgriffe zum Öffnen des Visiers am Helm geübt werden.

Generell ist es ratsam, einige Übungen zu unternehmen, bevor ein Kind auf dem Motorrad mitgenommen wird. So sollte beispielsweise geklärt sein, wie sich der Nachwuchs bemerkbar machen kann, wenn er beispielsweise eine Pause benötigt oder ihm die Geschwindigkeit zu hoch ist. Auch das Fahrverhalten sollte möglichst schon vor der ersten Fahrt simuliert werden.

Überhaupt ist es angebracht, gerade zu Beginn vorsichtig zu fahren. Kinder müssen sich erst einmal an das Fahrgefühl gewöhnen. Oftmals haben Kinder zu Beginn durch die Geschwindigkeit das Gefühl, nach hinten aus dem Sitz zu kippen.

Deshalb sollten sie sich nach Möglichkeit – gegebenenfalls durch einen Gurt – am Fahrer festhalten können. Hartes Bremsverhalten oder schnelle Beschleunigungen sollten, wenn sich ein kleiner Beifahrer an Bord befindet, nach Möglichkeit komplett vermieden werden. Eine defensive Fahrweise hingegen verleiht dem Kind ein sicheres Gefühl.

Sind all diese Vorbereitungen getroffen und ist das Kind gut auf die Tour mit dem Motorrad eingestellt, steht einer ersten Testfahrt nichts mehr im Wege.

Ob den Kindern längere, mehrtägige Touren zum Beispiel im Urlaub zumutbar sind, muss wie so oft im Einzelfall entschieden werden.

Ist ein Kind bereits ein erfahrener Beifahrer und bringt es die körperlichen Voraussetzungen mit, kann dies durchaus der Fall sein.

Vergessen sollte man jedoch nie, welche Verantwortung sprichwörtlich mitfährt, wenn man Kinder auf dem Motorrad mitnimmt. Ist man sich nicht sicher, ob der Sprössling schon für eine Tour bereit ist, schadet es im Zweifel nicht, noch ein oder zwei Jahre zu warten, damit dem Fahrspaß nichts im Wege steht.

Bilder:
© Familie beim Essen: Travel Portland
© Familie am Strand: Lee County Visitor / Convention Bureau
© Kind auf Motorrad: evan p. cordes / Wikimedia Commons / [CC BY 2.0]

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