Auf den Spuren von „Easy Rider”: Die Route zum Filmklassiker

Die Easy Rider Route

„Ein Mann suchte Amerika, doch er konnte es nirgends mehr finden…“: So stand es auf dem Filmplakat von „Easy Rider”, dem legendären Roadmovie aus dem Jahr 1969.

Das Jahr, in dem das Woodstock-Festival der Hippie-Bewegung noch einmal einen echten Höhepunkt lieferte. Aber auch das Jahr, in dem Martin Luther King und Robert Kennedy erschossen wurden und der Vietnam-Krieg weiter eskalierte. Amerika war gefangen in einer Atmosphäre der Paranoia und Gewalt. Da kam „Easy Rider“ gerade recht: Der Film mit seiner pessimistischen Grundstimmung spiegelte die Ängste und das Misstrauen einer ganzen Generation gegenüber dem „Establishment“ wider. Die „Easy Rider“-Route von zunächst zwei (Dennis Hopper, Peter Fonda), mit Jack Nicholson dann drei Anti-Helden führt durch fantastische Landschaften wie Monument Valley, aber auch in Gemeinden, die noch von engstirnigen Rednecks bevölkert werden.

Die „Easy Rider“-Route: Von Los Angeles nach New Orleans

Fast 50 Jahre später ist „Easy Rider“ immer noch der bedeutendste Biker-Film aller Zeiten und steht für die (zum Scheitern verurteilte?) Suche nach Freiheit und Individualität.

Wir geben Tipps, welche Punkte auf der „Easy Rider“-Route von L.A. nach New Orleans unbedingt sehenswert sind!

Den Anfang des Films mit den zwei Drogendeals wollen Sie lieber nicht nachstellen, also geht die „Easy Rider“-Route, die zu einem großen Teil über die alte Route 66 führt, los mit einer Fahrt von Los Angeles ins Death Valley. Im kalifornischen „Tal des Todes“ wird’s schon mal 40 Grad Celsius heiß!

Durch die Mojave-Wüste führt der Weg weiter nach Needles und anschließend über den Colorado River nach Arizona. Kurz vor Flagstaff steht das inzwischen verfallene „Pine Breeze Motel“, in dem unseren Protagonisten Billy (Dennis Hopper) und Wyatt (Peter Fonda) ein Zimmer verweigert wird.

Just dieses „No Vacancies“-Neonzeichen, das der Motel-Besitzer schnell anschaltet, hängt heute im „Route 66 Roadhouse Bar and Grill“ in Bellemont.

Von Flagstaff aus geht die „Easy Rider“-Tour in nördlicher Richtung weiter ins Monument Valley mit seinen bizarren Sandstein-Formationen, die Western-Altmeister John Ford („Der schwarze Falke“) einige seiner schönsten Kulissen lieferte.

JETZT MOTORRADREISE BUCHEN BEI CU | RIDER!

Ein Bourbon auf D. H. Lawrence

In Las Vegas – nicht das Spielerparadies in Nevada, sondern ein gleichnamiges Örtchen in New Mexico – hat Jack Nicholson seinen Auftritt als versoffener Anwalt George.

Ganz in der Nähe, im Ort Taos, liegt übrigens das Grab des britischen Schriftstellers D. H. Lawrence („Lady Chatterleys Liebhaber“), dem George seinen ersten Bourbon des Tages widmet!

Im Film folgt jetzt ein Bruch: Die Strecke zwischen New Mexico und Louisiana fehlt komplett. Vielleicht hatte Dennis Hopper, der auch Regie führte, so seine Bedenken, im Texas der Sechzigerjahre ein Hippie-Epos zu drehen.

Gut möglich, dass Billy, Wyatt und George das Städtchen Morganza in Louisiana via Abilene und Austin in Texas erreichen.

Leider ist das Café in Morganza, in dem die drei Reisenden von Rednecks bedroht werden, abgerissen worden.

Letzter Stop (nach dem tragischen Ende von George) ist New Orleans, wo im Film gerade das Faschingsfest Mardi Gras gefeiert wird. Der Friedhof, auf dem Billy und Wyatt Acid einwerfen, ist übrigens der älteste der Stadt: „St. Louis Cemetary No. 1“. Jetzt fehlt nur noch das Finale der „Easy Rider“-Route. Die letzten Szenen wurden in Krotz Springs auf der North Levee Road (State Route 105) gedreht, knapp 50 Kilometer westlich von Baton Rouge. Hier endet der Film mit Schüssen aus mehreren Schrotflinten – Ihre Tour auf den Spuren von „Easy Rider“ dürfte einen deutlich friedlicheren Abschluss finden.

CTA USA Route 66