Indian Summer in Neuengland

Den Indian Summer in Neuengland mit dem Motorrad erleben

Der Nordosten der USA ist magisch. Besonders im Herbst verwandelt sich die Landschaft in ein Farbenmeer, wenn der Indian Summer einsetzt.

Besucher aus aller Welt reisen dann an, um einzigartige Eindrücke zu gewinnen. Wer mit dem Motorrad unterwegs ist, kann binnen weniger Tage zahlreiche Orte genießen – und das ganz flexibel. Im Folgenden stellen wir einen Routenvorschlag vor, der traumhafte Eindrücke garantiert.

Eine Motorradtour durch Neuengland beginnt idealerweise in Boston. Die Hafenstadt am Atlantik ist nicht nur Übernahmeort für das Motorrad, sondern auch Heimat zahlreicher Sehenswürdigkeiten. Am Hafen lässt es sich besonders gut aufhalten. Viele Cafés, Bars, Restaurants, Museen, Parks und Shopping Malls sorgen darüber hinaus dafür, dass Langeweile in Boston nicht aufkommt.

Von Boston in die White Mountains

550 Meilen

Von der Metropole aus führt die erste Etappe auf dem Motorrad entlang der Küste nach Kennebunkport. Knapp über einhundert Kilometer sind für diese Strecke zurückzulegen. Besonders attraktiv ist der Zielort durch den Blowing Cave Park, einem Küstenabschnitt, der zu Spaziergängen einlädt. Die Wellen des Atlantiks branden dort an kleinen Felsvorsprüngen und in Höhlen, was für spektakuläre Bilder sorgt.

Abends lohnt sich zudem ein Besuch im Ramp Bar and Grill, in dem nicht nur Speis und Trank warten, sondern auch eine einmalige Dekoration. Für eine Übernachtung in Kennebunkport bietet sich das Port Inn Hotel an.

Über Cape Elizabeth führt die Tour weiter nach Portland. Auch diese Stadt hat kulturell einiges zu bieten, sodass sich je nach vorhandener Zeit ein Zwischenstopp lohnt. Wer lieber die unberührten Küstenabschnitte erkunden möchte, findet rund zweihundert Kilometer weiter nördlich den auf einer Insel gelegenen Acadia Nationalpark.

Naturfreunde dürfen hier tolle Aussichten genießen – im Indian Summer zeigt sich bereits hier ein einzigartiges Bild. Direkt an den Nationalpark grenzt der Fischerort Bar Harbor, der mit kleinen Parks und vielen Schiffen lockt. Im Acadia Inn können Motorradfahrer nach einem langen Roadtrip einkehren und übernachten, bevor die nächste Etappe startet.

Bilder:
© Straße im Wald: Leena Robinson / Shutterstock
© Weg: haveseen / Shutterstock
© Dorf: DonLand / Shutterstock

Von den White Mountains an die Niagarafälle

560 Meilen

Diese führt dann weiter in die White Mountains nach New Hampshire. Wenn es das Wetter zulässt, bietet sich dort ein Kurzausflug auf den Mount Washington an, der sich mit dem Motorrad befahren lässt und tolle Ausblicke in die Ferne garantiert. Als Unterkunft für die Nacht bietet sich das Christmas Farm Inn & Spa an, welches über einen besonderen Charme und eine liebevolle Einrichtung verfügt.

Frisch gestärkt geht es weiter auf einer knapp fünfstündigen Fahrt gen Westen. Die Adirondack Mountains sorgen wiederum für Postkartenmotiv-Ausblicke.

Viele Hügel und Wälder sind insbesondere zum Sonnenauf- oder Sonnenuntergang einen Besuch wert, wenn die Landschaft in einem ganz besonderen Licht erstrahlt. Nur wenige Kilometer entfernt ist mit Lake Placid ein malerisch gelegenes Städtchen zu finden, das bereits zwei mal Austragungsort der Olympischen Winterspiele war. 1980 gewann das US-Eishockeyteam dort die Goldmedaille – das „Wunder von Lake Placid“ ist noch heute ein gängiger Begriff in den USA. Das Hotel Best Western Adirondack Inn bietet alles, was das Motorradfahrerherz nach einer langen Tour begehrt.

Die nächste Etappe führt nach Rochester im Bundesstaat New York.

An diesem Streckenabschnitt kommt es – wenn man einen kleinen Abstecher in Kauf nimmt – zu einer ersten Begegnung mit dem riesigen Lake Ontario. In Rochester selbst lässt es sich gut einen oder zwei Tage aushalten. Ein breites kulinarisches und kulturelles Angebot steht bereit – ein Besuch des Warner Castle gehört zum Pflichtprogramm.

Nach einem Zwischenstop in Rochester wartet ein Naturhighlight der Extraklasse und eine der größten Sehenswürdigkeiten der USA überhaupt: Die Niagarafälle an der Grenze zu Kanada. Für diese Naturwunder bedarf es keiner besonderen Erklärung. Dass die imposanten Wasserfälle auf keiner Tour durch die Region fehlen dürfen, sollte klar sein.

Bilder:
© Acadia Nationalpark; Boston: f11photo / Shutterstock

Von den Niagarafällen nach New Haven

470 Meilen

Nur eine halbe Stunde Fahrzeit von den Niagarafällen entfernt liegt Buffalo. Auch hier ist die Auswahl an Sehenswürdigkeiten, guter Gastronomie und Events stets groß. Für Motorradfahrer eignet sich in Buffalo besonders das Hotel at the Lafayette, bevor es am nächsten Tag zurück in Richtung Osten geht. Über die Interstate 90 führt der Weg vorbei an vielen kleineren Ortschaften, weiten Feldern und Wiesen nach Ithaca. Durchzogen wird die Landschaft der Region zudem von zahlreichen Wasserfällen. Der Buttermilk Falls State Park am Rande von Ithaca ist insbesondere im Sommer und Herbst ein wahres Naturparadies.

Weinfreunde können in der Ports of New York Winery eine Weinverkostung genießen – sofern das Motorrad bereits abgestellt ist, versteht sich.

Nach einem Stopp in Ithaca führt die Straße Richtung Boston weiter in die Catskill Mountains.

Wenn die Wälder während des Indian Summer ihre ganze Farbpracht entfalten, ergibt sich ein besonders imposantes Bild. Eine ausgedehnte Tour oder ein Spaziergang bleiben mit Sicherheit in guter Erinnerung. Für das nötige Kontrastprogramm sorgt danach eine Fahrt ins nahegelegene Woodstock.

Dort ist ein Besuch im lokalen Harley-Davidson® Store ein Muss – Kleidung, Souvenirs und jede Menge Inspiration warten dort auf Harley-Fans.

Wer sich auf Entdeckungsreise rund um die sagenumwobene und weltbekannte Yale University begeben möchte, wird beim nächsten Stopp der Reise fündig. Das am Atlantik gelegene New Haven ist nämlich Heimat jener Elite-Uni. Entsprechend tobt in der Stadt das Leben. Viele Highlights sorgen dafür, dass sich ein kurzer Halt lohnt, bevor es wieder für rund eineinhalb Stunden auf die Maschine geht.

Bilder:
© Niagarafälle: Kiev.Victor / Shutterstock

Von New Haven nach Boston

250 Meilen

Am Ende dieses Kurztrips wartet Rhode Island. Der kleinste Bundesstaat der USA mit nur knapp einer Million Einwohnern beheimatet zahlreiche Küstenorte – und natürlich die für Neuengland typischen, traumhaften Landstriche. Wer eine ausgedehnte Tour oder einen Spaziergang durch diese Gegenden genießen möchte, findet nach einem langen Trip viele Residenzen, in denen sich eine Übernachtung lohnt. The Beakers ist beispielsweise eine optimale Anlaufstelle.

Mit Providence geht auch wieder die Möglichkeit des Besuchs einer größeren Stadt einher.

Bevor es wieder nach Boston geht, steht ein letztes Schmuckstück Neuenglands auf dem Programm: Cape Cod. Die Halbinsel ist nicht nur für ihre langen Sandstrände bekannt. Zahlreiche malerisch gelegene Leuchttürme zieren die Küstenstreifen der Region. Der Highland Light Leuchtturm im Norden der Halbinsel erfreut sich beispielsweise großer Beliebtheit und Aufmerksamkeit bei Besuchern aus aller Welt. Nicht weit entfernt liegen die Truro Vineyards – dort können Weingenießer es sich gut gehen lassen.

Ein kleiner Rundtrip mit dem Motorrad entlang der Küste Cape Cods kann trotz der bereits gesehenen Traumlandschaften noch einmal für Begeisterung sorgen. Wer auf der Halbinsel die passende Unterkunft sucht, wird zum Beispiel etwas weiter südlich im Heritage House Hotel fündig, bevor die letzte Etappe der Neuengland-Motorradtour startet. Diese führt wieder zum Ausgangspunkt der Tour, nämlich nach Boston. Zurück in der Großstadt kann das Ende der Reise ausgiebig und gebührend zelebriert werden. Überzeugen Sie sich selbst von den schönsten Seiten und Sehenswürdigkeiten Neuenglands!

Bilder:
© New Haven: Connecticut Commission on Culture and Tourism
© Wal: Boston Whale Watch / TourMappers
© Flaggen: Jon Bilous / Shutterstock

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