Motorradtour rund um Las Vegas

Zwischen Wüstenmetropole und Canyons

Las Vegas und Motorräder – das passt. Die Wüstenmetropole gilt als Hochburg für Motorradfans – schließlich passen die PS-starken Maschinen optimal in das Flair der schillernden Glücksspielstadt.

Nicht minder aufregend ist die Umgebung von Las Vegas – in Nevada, Arizona, Utah und Kalifornien finden sich zahlreiche landschaftliche Highlights. Für alle, die sich von diesen Sehenswürdigkeiten selbst ein Bild machen möchten, haben wir einen Routenvorschlag, mit dem auf einer Motorradtour Las Vegas und Umgebung glänzen.

Von Las Vegas zum Grand Canyon

280 Meilen

Wer mit einer Las Vegas-Motorradtour liebäugelt, sollte natürlich zwei oder drei Tage dafür einplanen, die Stadt selbst zu erkunden. Dies ist im Grunde problemlos zu Fuß möglich, da das Zentrum der Glamourmetropole relativ kompakt gebaut ist. Die Mega-Hotels samt der bekannten Casinos reihen sich entlang des Las Vegas Strip aneinander und werden von zahlreichen Restaurants, Bars und Souvenir-Shops ergänzt. Empfehlenswert ist zum Beispiel ein Besuch des Harley Davidson-Stores in Las Vegas – hier gibt es viele Maschinen und tolle Andenken für Fans der Kultmarke. Wer sein Glück testen möchte, sollte sich für den Las Vegas-Besuch mit dem einen oder anderen Dollar eindecken, um an den Pokertischen oder den für Las Vegas typischen Automaten auf einen Gewinn zu hoffen.

Für eine oder mehrere Übernachtungen bietet sich in der Stadt der Luxushotels zum Beispiel das Luxor an.

Wenn dann nach einigen Tagen Erkundung, Shopping oder Glücksspiel die Vorfreude auf einen Roadtrip steigt, ist es höchste Zeit, sich auf das Motorrad zu schwingen. Gen Osten geht es zunächst nur wenige Kilometer aus der Stadt heraus. Über Henderson und Boulder City wird dann schnell die erste Sehenswürdigkeit erreicht – der monumentale Hoover Dam. Das eindrucksvolle Bauwerk, das in den 1930er-Jahren erbaut wurde und den riesigen Lake Mead staut, liegt direkt an der Grenze von Nevada und Arizona – ein absolutes Muss auf dieser Tour.

Wer möchte, kann auch in der Umgebung mit dem Motorrad an das Ufer des fast zweihundert Kilometer langen Lake Mead fahren. Grundsätzlich sollte es in Richtung Kingman gehen. Bei der Kleinstadt wird ein Teilstück der legendären Route 66 gekreuzt, das auf Wunsch bis zum Ort Seligman für die Route befahren werden kann und nur einen kleinen Umweg bedeutet.

Von dort aus sind es noch rund achtzig Kilometer bis zu einer der spektakulärsten USA-Sehenswürdigkeiten überhaupt: Dem Grand Canyon. Für die weltbekannte und über vierhundert Kilometer lange Schlucht sollten minimum zwei Tage eingeplant werden – zahlreiche Wanderrouten zum Beispiel am South Rim bieten einmalige Ausblicke. Für eine oder zwei Übernachtungen bietet sich die motorradfahrerfreundliche Bright Angel Lodge an, die im Grand Canyon Village direkt am Hang gelegen einen optimalen Ausgangspunkt für eine Tagestour darstellt. Der traumhafte Ausblick beginnt dort also bereits am Hotelfenster.

Bilder:
© Abendsonne Grand Canyon: Erik Harrison / Shutterstock

Vom Grand Canyon in den Zion-Nationalpark

600 Meilen

Nach dem Besuch des Grand Canyon führt die Tour rund dreihundert Kilometer durch die einzigartige Wüstenlandschaft Arizonas Richtung Nordwesten bis an die Grenze Utahs. Ziel dieser Etappe ist das Monument Valley, welches nach rund dreieinhalb Stunden Fahrzeit erreicht wird. Die charakteristische Felsansammlung war Drehort zahlreicher Western-Klassiker – beispielsweise drehte John Ford einige seiner Filme am Monument Valley. Um die Felsen und die Umgebung ausgiebig zu erkunden, sollte mindestens ein halber Tag einkalkuliert werden. Für eine Übernachtung ganz in der Nähe empfiehlt sich das Desert Rose Inn & Cabins, das rund fünfundzwanzig Kilometer entfernt liegt.

Von dort aus startet die nächste Etappe, die eine längere Strecke und eine große Auswahl an Arizonas und Utahs Landschaften beinhaltet.

Knapp mehr als fünf Stunden dauert die Fahrt bis zum einzigartigen Bryce-Canyon-Nationalpark. Dessen Erscheinungsbild wird von einzigartigen rötlichen Felsformationen geprägt. Gerade am Abend entstehen durch die wechselnden Lichteinflüsse verschiedene Szenarien, die für unvergessliche Ausblicke sorgen. Es empfiehlt sich, mindestens einen Tag einzuplanen, um die besten Aussichtspunkte aufzusuchen und die eine oder andere kleine Wanderung einzuplanen. Direkt im kleinen Ort Bryce bieten sich gute Übernachtungsmöglichkeiten für Biker – zum Beispiel in der Bryce View Lodge, die so gut wie alles bietet, was nach einem Tag auf der Straße und im Nationalpark gewünscht wird.

Danach geht es weiter Richtung Norden – das nächste Ziel der Motorradrundreise lautet Dixie National Forest.

Dieser ist rund zwei Stunden Fahrzeit von Bryce entfernt.

Im Dixie National Forest warten weitere skurrile Felsformationen, genauso wie kreisrunde Felsbögen, die natürliche Tunnel bilden – ein tolles Erlebnis, diese mit dem Motorrad zu durchfahren. Ein besonderes Highlight innerhalb des Waldes ist das Cedar Break National Monument. Dieser Park beheimatet besonders spektakuläre Sandsteinformationen und ist aufgrund dessen einen kurzen Abstecher wert.

Nach einem Zwischenstopp im Dixie National Forest führt die Tour rund zwei Stunden in Richtung Süden. Zielort ist dieses Mal einer der bekanntesten und schönsten Nationalparks Utahs – der Zion-Nationalpark. Die Canyonlandschaft mit ihren Bergen lädt zu kleinen Touren oder Spaziergängen ein. Auch eine Klettertour, z.B. auf den Berg Angels Landing, ist lohnenswert. Nach einem Tag im Nationalpark bietet die Majestic View Lodge Raum zur Erholung und Möglichkeiten, den Abend ausklingen zu lassen.

Bilder:
© Monument Valley: IM_photo / Shutterstock
© Metate Arch: Ron Adcock / Utah Office of Tourism
© Red Canyon: Tom Till / Utah Office Tourism

Vom Zion-Nationalpark nach Las Vegas

650 Meilen

Die Erholung zwischendurch ist auch notwendig, denn am nächsten Tag steht ein größerer Roadtrip auf dem Programm. Eine knapp fünfstündige Tour führt von Utah durch Arizona und Nevada bis nach Kalifornien. Das Etappenziel ist der Death-Valley-Nationalpark in der Mojave-Wüste. Das Tal des Todes liegt bis zu 85 Meter unter dem Meeresspiegel und ist von mehreren Bergen umgeben. Eine Tour durch die Wüstenlandschaft ist ein unvergessliches Erlebnis. Allerdings sollte der Nationalpark in der heißen Jahreszeit eher umfahren werden – in den Sommermonaten ist das Death Valley mit teilweise über 40°C tagsüber nämlich ein Ort der Extreme. Demenstprechend empfiehlt sich eine Tour vor allem zwischen Oktober und April. Eine passende Unterkunft für einen Zwischenstopp ist zum Beispiel das Death Valley Inn, das östlich des Nationalparks gelegen ist.

Nach einer oder mehreren Übernachtungen geht es noch etwas weiter gen Westen. Noch einmal gute fünf Stunden Fahrzeit entfernt liegt das letzte Zwischenziel der Las Vegas-Motorradtour, bevor es zurück in die Glücksspielmetropole geht.

Die Etappe führt vorbei an imposanten Bergketten um den Sequoia National Forest.

Dieser ist Heimat riesiger Mammutbäume, die zum Teil über 80 Meter hoch und über 10 Meter im Durchmesser erreichen können – zum Vergleich: Die Freiheitsstatue in New York ist nur wenige Meter höher. Doch nicht nur die Mammutbäume machen den Sequoia-Nationalpark so besonders. Hohe Berge und tiefe Canyons ziehen sich quer durch die 3.500 Quadratkilometer weite Landschaft. Optimales Areal also, um den einen oder anderen Kurztrip mit dem Motorrad zu unternehmen. Die mitten im Nationalpark gelegene Wuksachi Lodge eignet sich hervorragend als Unterkunft.

Nach ein oder zwei Tagen und Nächten im Sequoia-Nationalpark neigt sich die Tour dem Ende entgegen. Der letzte Teil der Rundreise führt mit einem Zwischenstopp in oder bei der Mojave-Wüste dorthin, wo die große Reise begonnen hat. Das Ende der Motorradtour – Las Vegas – naht schnell. Nach Tagen in weiten Landschaften und einzigartigen Naturszenerien wandelt sich das Bild zusehends und aus Natur wird der Glitzer und Glamour der Wüstenmetropole. Entsprechend bietet sich die eine oder andere Übernachtung in der Stadt an, um vor Beginn der Rückreise nochmals das Feeling der Stadt aufzusaugen und die Motorradreise in Las Vegas abzurunden – und natürlich das Motorrad wieder abzugeben. Genießen Sie das Ambiente des MGM Grand oder eines anderen spektakulären Hotels, bevor es zurück geht – ein unvergesslicher Urlaub ist in dieser Region garantiert.

Bilder:
© Death Valley : shipfactory / Shutterstock
© Sequoia: Tomasz Wozniak / Shutterstock

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