Motorradtour durch Florida

Tipps für die perfekte Florida-Motorradtour

Florida ist für viele Motorradfahrer das Paradies schlechthin, wenn es um eine Motorradtour in den USA geht.

Der Bundesstaat im Südosten ist Garant für zahlreiche Sonnenstunden und darüber hinaus Heimat einzigartiger Landstriche. Klangvolle Orte wie Orlando, Miami oder Key West sind mit ihren traumhaften Stränden Anziehungspunkt für Motorradfahrer aus aller Welt. Im Folgenden verraten wir, welche Punkte sonst noch dafür sprechen, auf einer Motorradtour Florida zu entdecken.

Von Miami nach Tampa

450 Meilen

Startpunkt für die Florida-Motorradtour ist Miami. Die Metropole mit den bekannten Stränden steht wie kaum ein anderer Ort für Glamour und Luxus und sollte vor Beginn der Rundreise erkundet werden. Für die eine oder andere Übernachtung bietet sich beispielsweise das Hotel Indigo Miami Lakes an. In und um Miami gibt es vieles zu entdecken – zahlreiche spektakuläre Autos und Motorräder finden sich praktisch an fast jeder Straßenecke. Abseits der motorisierten Fahrzeuge bietet die Stadt noch einiges mehr: Shopping-Möglichkeiten, viele Kultur-Events und legendäre Partys gehören Tag für Tag zum Stadtbild von Miami. Nach ein oder zwei Tagen Sightseeing ist es dann an der Zeit, sich auf die Maschine zu schwingen und Wolkenkratzer gegen weite Landschaften einzutauschen.

Der erste Streckenabschnitt führt über die Ausläufer Miamis entlang der Florida State Road A1A Richtung Norden in Richtung Daytona Beach. Diese Route führt einen Großteil der Zeit an der Atlantikküste entlang und beinhaltet bereits erste Highlights. Fort Lauderdale gehört zweifelsfrei zu ihnen. Die auch „Venedig der USA“ genannte Stadt hat einiges zu bieten. Zum einen gehören dazu natürlich – wie in fast jeder Stadt der Region – regelrechte Traumstrände. Aber auch ein riesiges Drive-In-Kino mit vierzehn Leinwänden, mehr als ein Dutzend Museen oder zahlreiche Party-Locations runden das Aktivitätsangebot der Stadt ab. Ein kleiner Zwischenstop oder sogar eine Übernachtung lohnen sich daher trotz der geringen Entfernung zu Miami allemal.

Weiter geht es gen Norden, vorbei an Orten wie West Palm Beach oder Palm Beach Gardens. Direkt ans Wasser geht es dann bei Palm City – nämlich auf Hutchinson Island. Dort führt der South Ocean Drive rund fünfzehn Kilometer über die schmale Insel und lässt einige Blicke auf den Ozean zu.

Bei Fort Pierce geht es dann zurück aufs Festland. Rund zwanzig Kilometer weiter nördlich folgt dann schon der nächste langgezogene Inselabschnitt. Vorbei geht es an malerischen Orten auf schnurgeraden Straßen. Naturschutzgebiete, in denen unter anderem Pelikane beheimatet sind, sorgen ebenso für Abwechslung, wie das eine oder andere liebevoll gestaltete Museum am Straßenrand. Diverse kleine Restaurants, Grillstände oder Cafés laden ebenso zu einem Zwischenstopp ein. Wer die schnellere Route bevorzugt, biegt dann wieder landeinwärts ab. Raumfahrt-Fans können mit einem kleinen Abstecher hingegen eine spektakuläre Attraktion besuchen: Das Kennedy Space Center. Wie kaum ein anderer Ort bringt das Visitor Center des mehr als fünfzig Kilometer langen NASA-Geländes Normalsterbliche fast wortwörtlich in eine andere Welt, nämlich die der Astronauten. Von 1968 bis 2011 starteten alle Raumflüge der USA von Cape Canaveral aus. Diverse Raketen aus der Geschichte der Raumfahrt finden sich heute dort ebenso wie zahlreiche Ausstellungen und Bustouren über das Gelände.

Nach diesem einzigartigen Erlebnis führt die Route weiter bis nach Daytona Beach. Der traumhafte, fast vierzig Kilometer lange Strand des Ortes darf mit dem Motorrad befahren werden – umsichtiges cruisen vorausgesetzt. Ein weiteres Highlight ist die Bike Week, eines der größten Harley-Treffen der USA. Wer nicht genug von Pferdestärken bekommt, ist zudem am Daytona International Speedway goldrichtig. Auf der Auto- und Motorradrennstrecke werden besonders zwischen Januar und März zahlreiche Rennen veranstaltet. Ein Must-See für alle Motorsport-Fans. Für eine Übernachtung in Daytona Beach empfiehlt sich das Shores Resort & Spa, das Motorradfahrern jeglichen Komfort und darüber hinaus besten Blick auf Strand und Atlantik bietet.

Frisch gestärkt geht es weiter – rund eine Stunde Fahrzeit bis nach Orlando. Die Metropole ist weltweit für ihre zwei großen Themenparks bekannt. Zum einen findet sich das atemberaubende Walt Disney World Resort rund zwanzig Kilometer südlich von Orlando. Der Traum eines jeden Kindes und auch vieler Erwachsener ist ein absoluter Besuchermagnet.

Noch zentraler gelegen sind die Universal Studios mit unzähligen Attraktionen und Schauplätzen zahlreicher Filme. Aufgrund dieser beiden Sehenswürdigkeiten ist Orlando die US-Stadt mit den meisten Touristen. Wer einen oder beide Parks erleben möchte, sollte sich entsprechend einige Tage Zeit einplanen, um alles gebührend genießen zu können. Für jene, die lieber einen Bogen um die großen Themenparks machen möchten, finden sich dennoch genügend Sehenswürdigkeiten, um mindestens einen Tag und eine Nacht in Orlando zu verbringen. Eine passende Unterkunft stellt das Florida Hotel & Conference Center dar, das an eine große Mall angeschlossen ist und keine Wünsche offen lassen dürfte.

Von Orlando aus geht es weiter in den Nordwesten, vorbei am Ocala National Forest und zahlreichen kleinen Flüssen und Seen. Nach rund drei Stunden Fahrzeit heißt das Tagesziel Tampa. Die Stadt liegt in Floridas Westen und beherbergt einige Sehenswürdigkeiten. Dazu zählen die Busch Gardens, ein Themenpark mit über vier Millionen Besuchern pro Jahr. Auf dem zooähnlichen Gelände lassen sich Tiere aus aller Welt beobachten. Fast zwanzig Fahrgeschäfte, darunter acht Achterbahnen und zwei Wildwasserbahnen sorgen zudem für einen Adrenalinkick und eine Menge Spaß. Wer ein kulturelles Highlight sucht, kann sich im Tampa Theatre ein Theaterstück ansehen – die urige Atmosphäre der Location ist ganz besonders. Etwas ruhiger geht es im Lettuce Lake Park zu, der sich im Nordosten der Stadt befindet und einige Wanderwege bietet – und mit ein wenig Glück die Möglichkeit, Alligatoren oder Schildkröten in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Nach einem Tag in Floridas Fauna und Flora bietet The Westshore Grand Hotel alle Annehmlichkeiten für die Vorbereitung auf die nächste Etappe.

Bilder:
© Oldtimer: Mike Wantz / Atlantic Stars
© Motorradfahrer: Mia Karlsvard / Eagle Rider
© Kennedy Space Center

Von Tampa nach Naples

200 Meilen

Diese führt knapp dreißig Kilometer nach Clearwater. Die Stadt an der Tampa Bay verfügt über zahlreiche Stadtparks, darunter mehrere direkt am Wasser gelegene, wie zum Beispiel den Philippe Park. Lange Spaziergänge bieten sich dadurch ebenso an, wie die eine oder andere Stunde an einem der Strände des Ortes. Wer diese besonders ausführlich genießen möchte, kann den ganzen Tag über entspannen und sich als Übernachtungsmöglichkeit beispielsweise auf das Magnuson Hotel freuen.

Danach führt die Florida-Motorradtour rund zwei Stunden Fahrzeit in den Süden – nach Fort Myers. Auf diesem Streckenabschnitt ergibt sich die Möglichkeit, das Motorradfahren an sich zu genießen. Entlang der großteils schnurgeraden Strecke geht es vorbei an kleineren Ortschaften und weiten Landschaften. In Fort Myers angekommen, lohnt sich ein Spaziergang durch den Stadtkern, um das maritime Flair und die Architektur zu erkunden und diese mit einem Restaurantbesuch zu verknüpfen. Als Unterkunft in Fort Myers empfiehlt sich das Crowne Plaza Hotel.

Noch weiter südlich geht es im Anschluss. Das nächste Etappenziel heißt Naples. Die Stadt liegt in guter Entfernung zu mehreren beliebten Naturschutzgebieten. Dazu gehören das Big Cypress National Preserve ebenso wie der weltbekannte Everglades-Nationalpark.

Kleine Ausflüge in der Region sind entsprechend empfehlenswert und mit ein wenig Glück können einige besondere Tierarten beobachtet werden. Ansonsten locken ein mal mehr die malerischen weißen Sandstrände der Golfküste zu einem Sonnenbad ein. Das Naples Courtyard Inn gilt unter Motorradfahrern als gute Hotelwahl. Es ist zwar verhältnismäßig schlicht, bietet jedoch alles, was es bieten muss. Der Strand ist vom Hotel aus fußläufig gut erreichbar, ebenso der Naples Zoo, der Tiere aus aller Welt beheimatet. Langeweile kommt in Naples definitiv nicht auf.

Bilder:
© Daytona: Gamweb / Wikimedia Commons / [CC BY-SA 3.0]
© Everglades: VisitFlorida
© Alligator: Angela N Perryman / Shutterstock

Von Naples nach Miami

450 Meilen

Nach dem Besuch von Naples führt die Florida-Motorradtour durch bereits erwähnten Everglades-Nationalpark. Dieser spricht für sich selbst – das Marschland ist UNESCO-Welterbe und eine einzigartige Landschaft, die zahlreichen Tieren und Pflanzen eine Heimat bietet. Wanderungen, Kanu-Touren oder eine Fahrt mit den für die Region typischen Luftkissenbooten bieten sich an. Die Fahrt durch das Gebiet dauert rund zwei bis drei Stunden. Für Wanderungen, Bootstouren oder andere Ausflüge darf mindestens ein halber Tag eingeplant werden. Nach der Erkundung dieser einzigartigen Sumpflandschaft führt die Motorradtour durch Florida weiter nach Key Largo.

Die Stadt befindet sich auf den nördlichen Ausläufern der Florida Keys – einer langgezogenen, fast dreihundert Kilometer langen Inselkette. In und um Key Largo gibt es einige Möglichkeiten, zu schnorcheln und zu tauchen.

Die atemberaubende Unterwasserlandschaft offenbart Blicke auf Fische, Schildkröten oder Attraktionen, wie eine drei Meter hohe Christus-Statue, die in einer Rifflandschaft unter der Meeresoberfläche fast majestätisch thront. Wer die Gelegenheit hat, diese zu besuchen, sollte diesen Ausflug wagen. Nach der Motorradtour – oder eben nach dem Tauchgang – fungiert das Bayside Inn Hotel als perfekte Anlaufstelle für einen gemütlichen Abend und die Übernachtung. Direkt am Wasser gelegen bietet es besten Ausblick auf oftmals fantastische Sonnenuntergänge.

Am nächsten Tag führt die Motorradroute weiter bis zum südlichsten Zipfel Floridas. Mit der Maschine geht es entlang der schmalen Koralleninseln mit verträumten kleinen Ortschaften knapp zwei Stunden. Unter anderem die über zehn Kilometer lange Seven Mile Bridge wird dabei überquert – und auch danach lässt die Attraktivität der kleinen Inseln nicht nach. Das finale Highlight folgt mit Key West.

Die südlichste Stadt Floridas und der kontinentalen Vereinigten Staaten ist zwar mit knapp 25.000 Einwohnern relativ kompakt, die Strände rund um die Stadt gehören aber zu den schönsten überhaupt. Hier kann ein letztes Mal am Strand Sonne getankt werden, bevor es zurück nach Miami geht.

Einen Besuch ist zudem der Southernmost Point wert – das Symbol für den südlichsten Punkt der USA. Abends lockt die Duvalstreet mit zahlreichen Restaurants und Bars, um den Strandtag ausklingen zu lassen. Zum kulturellen Angebot der Stadt gehört das Ernest Hemingway House. Das Haus diente dem Autoren von „Der alte Mann und das Meer“ über einige Jahre als Heim. Wer etwas über das Leben und Wirken des Literaturnobelpreisträgers erfahren möchte, ist in Key West an der richtigen Adresse. Für eine oder mehrere Übernachtungen lohnt sich eine Buchung im The Gates Hotel.

Nach dem einen oder anderen Tag in der Stadt und an den Stränden von Key West beginnt die letzte Etappe der Florida-Motorradreise. Zurück über die Florida Keys führt diese rund viereinhalb Fahrstunden bis nach Miami. Dort lohnt sich abermals eine Übernachtung, um vor Beginn der Heimreise die Tour und alle gesammelten Eindrücke Revue passieren zu lassen.

Überzeugen Sie sich selbst von den traumhaften Stränden, lebhaften Cities und vielseitigen Landschaften Floridas.

Bilder:
© Southernmost Point; Key West Luftbild: Rob O’Neal
© Motorräder: Anastasia Petukhova / Eagle Rider

CTA USA Route 66