Auf einer Motorradreise Westkanada entdecken

Die perfekte Motorradreise durch Westkanada

Wer das Traumreiseziel Kanada mit dem Motorrad erkunden möchte, kann sich besonders im Westen des Landes auf zahlreiche Highlights freuen.

Spannende Metropolen auf der einen und abwechslungsreiche Küsten- und Berglandschaften auf der anderen Seite sorgen für einen gelungenen Kontrast. Der nachfolgende Routenvorschlag führt von Vancouver nach Calgary, zwei der spannendsten Metropolen des Landes. Zwischen den Städten warten einzigartige Sehenswürdigkeiten.

Von Vancouver nach Clearwater

550 Kilometer

Um auf einer Motorradreise Westkanada kennenzulernen, empfiehlt sich der Start der Tour in der vielleicht schönsten Großstadt des Landes: Vancouver. Die vor Vancouver Island gelegene Metropole profitiert von den lokalen Gegebenheiten. Strände, Wälder, Berge – viele landschaftliche Highlights finden sich bereits in unmittalbarer Nähe zur Stadtgrenze. Natürlich lohnt es sich, vor Beginn der Motorradtour den einen oder anderen Tag die Sehenswürdigkeiten Vancouvers zu erkunden. Zu denen zählt zweifelsfrei der Stanley Park – einer der schönsten Stadtparks Nordamerikas. Auch der Canada Place ist ein Must-See. Das direkt am Wasser gelegene Gebäude beherbergt neben einem Kreuzfahrt-Terminal und einem Hotel ein IMAX-Kino, das auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Ansonsten glänzt Vancouver durch ein vielfältiges kulinarisches und kulturelles Angebot – zu sehen gibt es immer etwas. Als Unterkunft empfiehlt sich das Hotel Accent Inn.

Wenn nach einigen Tagen des Großstadtlebens der Wunsch nach unendlicher Weite, einzigartigen Landschaften und Straßen größer wird, ist es Zeit für den Motorrad-Roadtrip. Mit der in Vancouver gemieteten Maschine führt das erste Teilstück der Strecke aus Vancouver heraus gen Norden an die Horseshoe Bay. Immer mit dem Blick auf das Wasser und kleine, bergige Inseln geht es noch rund dreißig Kilometer die Küste entlang. Nachdem diese verlassen wird, folgt nach rund fünfzig Kilometern ein Ort, der als Wintersportparadies bekannt ist: Whistler. Der von Wäldern und jenen skitauglichen Bergen umgebene Ort dient als erster Zwischenstopp. Dort kann unter anderem der Olympic Park erkundet werden – sowohl im Sommer, als auch im Winter eine Sehenswürdigkeit. Zahlreiche Restaurants sorgen für eine große kulinarische Auswahl.

Eine Unterkunft, die für Motorradfahrer keine Wünsche offen lässt, ist die Crystal Lodge.

Eine erholsame Nacht ist auch notwendig, denn am nächsten Tag steht eine große Etappe an. Diese führt mehr als vierhundert Kilometer weiter in den Nordosten. Durch spektakuläre Felsschluchten und vorbei an zahlreichen Bergen führt die Tour zunächst in die Stadt Kamloops und an den gleichnamigen See. In der Universitätsstadt lohnt sich eine Pause – eine große Auswahl an Restaurants, Bars und Cafés sorgt dafür, dass Hunger und Durst gestillt werden können. Nach dem Zwischenstopp geht es weiter mit dem Motorrad – immer den North Thompson River in Richtung Norden. Rund einhundert Kilometern beträgt die Entfernung zum Zielort des Tages. Clearwater heißt dieser und liegt in direkter Nähe zum Wells Gray Provincial Park. Dieser wiederum ist ein wahres Naturparadies und Heimat einzigartiger Wasserfälle. Entsprechend sollte der Park, der in einem Vulkangebiet liegt, ausgiebig erkundet werden – wenn genügend Zeit vorhanden ist, lohnt sich eine Tagestour. Eine perfekte Unterkunft findet sich in Clearwater selbst – das Alpine Meadows Resort ist hervorragend für Motorradfahrer geeignet.

Bilder:
© Whistler

Von Clearwater nach Jasper

350 Kilometer

Das nächste Teilstück der Westkanada-Motorradreise führt rund zweihundert Kilometer nach Valemount. Dieser Teil der Tour führt bereits durch die majestätischen kanadischen Rockies und kurz vor die Grenze zur Provinz Alberta. Nicht weit von Valemount befindet sich sogar die höchste Erhebung des Gebirges – der Mount Robson mit einer Höhe von rund viertausend Metern.

Zwischen den gigantischen Kolossen lohnt sich eine kleine Tour oder sogar eine Wanderung, zum Beispiel rund um den Kinney Lake.

Nach einem oder zwei Tagen in der traumhaften Natur der Region bietet die Heavens Edge Mountain Lodge eine rustikale und gemütliche Atmosphäre, um sich auf die nächste Etappe der Tour vorzubereiten.

Diese fällt zwar verhältnismäßig kurz aus – rund einhundertdreißig Kilometer sind lediglich zu absolvieren. Durch die atemberaubende Landschaft am Wegesrand lohnt es sich jedoch, an der einen oder anderen Stelle zwischendurch eine Pause einzulegen und das Panorama zu genießen.

Das Ziel des Tages heißt Jasper.

Der Ort dient als Startpunkt für den legendären Icefields Parkway – einer der schönsten Fernstraßen Nordamerikas. Bevor es auf diesen geht, kann der kleine Ort Jasper allerdings erkundet werden. Absolut lohnenswert ist dabei die Jasper SkyTram. Auf einer Fahrt mit dieser Gondel offenbart sich ein einzigartiger Ausblick auf die kanadischen Rockies. Der eine oder andere Spaziergang bietet sich ebenso wieder an. Für eine Übernachtung in Jasper sind beispielsweise die Pocahontas Cabins geeignet.

Bilder:
© Rocky Mountaineer
© Roger Baydock / Marmot Basin
© Icefields Parkway: Tourism Jasper / Travel Alberta

Von Jasper nach Calgary

400 Kilometer

Am nächsten Tag geht es dann auf den Icefields Parkway. Die vorbeiziehende Landschaft ist geprägt von türkisblauen Seen, imposanten Bergen und Gletschern. Eine Pause bietet sich am Glacier Skywalk an – einer Aussichtsplattform mit gläsernem Boden, die direkt am Icefields Parkway gelegen ist, rund einhundert Kilometer südlich von Jasper. Auch am Lake Louise bietet sich ein weiterer Zwischenstpp an. Dieser ist nochmals rund 150 Kilometer gen Süden gelegen.

Der kristallklare See ist eine Sehenswürdigkeit und das am Ufer gelegene Fairmont Chateau Lake Louise ist seinerseits eine Attraktion. Von Lake Louise aus sind es nur noch sechzig Kilometer bis Banff, jenem Ort, der dem Banff-Nationalpark seinen Namen verleiht.

In der Kleinstadt bietet sich eine abendliche Wildlife-Safari an – dabei besteht die Chance, Bären, Elche oder andere heimische Tierarten beobachten zu können. Nach einem langen Tag zwischen Gletschern, Seen und Wildlife bietet das Juniper Hotel alles, was das Motorradfahrerherz begehrt – und genügend Ruhe, um die bisherige Tour Revue passieren zu lassen.

Auf der nächsten Etappe verwandelt sich die Natur, die bereits in den vergangenen Tagen das Landschaftsbild geprägt hat, langsam in dichter besiedelte Regionen.

Grund dafür ist, dass mit Calgary die zweite Metropole naht, die auf der Westkanada-Motorradreise durchquert wird. Für all jene, die von Vancouver nach Calgary mit dem Motorrad fahren möchten, beginnen somit die letzten Kilometer der Reise. Auf diesen letzten rund einhundertdreißig Kilometern verschwinden die Berge nach und nach und die Landschaft wird flacher, bevor Calgary letztlich erreicht wird.

Wer entweder zum Abschluss der Reise oder nur für einen weiteren Zwischenstopp ein oder zwei Tage in der Metropole verbringen möchte, trifft auf einige Sehenswürdigkeiten.

Dazu zählt unter anderem der Olympic Park, in dem einst die Olympischen Winterspiele stattfanden. Oder auch der Calaway Park – einer der spektakulärsten Freizeitparks Kanadas. Das Glenbow Museum verfügt über mehr als eine Million Exponate zur westkanadischen Geschichte – und teilweise auch darüber hinaus. Genügend Zeit sollte also auch für den Aufenthalt in Calgary eingeplant werden, nachdem das Motorrad abgegeben wurde und bevor es zurück in die Heimat geht.

Überzeugen Sie sich selbst von dieser einzigartigen Motorradtour durch die vielleicht schönste Region Kanadas – unvergessliche Ausblicke und Augenblicke sind garantiert. Wir wünschen gute Fahrt!

Bilder:

© Banff Nationalpark: Banff Lake Louise Tourism / Paul Zizka Photography
© Skywalk: Pursuit Adventures

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