Highway No.1 mit dem Motorrad

Reisetraum Highway No.1 mit dem Motorrad

Die Westküste der USA ist das gesamte Jahr über ein Highlight.

Einzigartige Strände, tolle Landschaften, zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Mega-Cities sorgen dafür, dass die West Coast des Landes ein Magnet für Besucher aus aller Welt ist. Natürlich ist die Region auch mit dem Motorrad besonders reizvoll. Was es zwischen Seattle und Los Angeles zu entdecken gibt, erläutern wir im Folgenden. Viel Spaß mit der Highway No.1 Motorrad-Reiseroute.

Von Seattle nach Newport

450 Meilen

Etwas südlich der kanadischen Grenze startet er: Der Roadtrip entlang der (fast) gesamten US-Westküste. Seattle eignet sich wunderbar als Übernahmeort für das Motorrad und als Ausgangspunkt der Reise. Die Stadt ist mit ihren vielfältigen Attraktionen zudem einen längeren Besuch wert – sofern die Zeit es zulässt. Die Space Needle beispielsweise darf zweifellos als weltbekannt betitelt werden. Fast zweihundert Meter erstreckt sich das Wahrzeichen über der Stadt. Für die ersten Übernachtungen bietet sich das Coast Bellevue Hotel an, das bestens auf den Besuch von Motorradfahrern eingestellt ist.

Sobald es dann auf die Straße geht, führt der Weg aus Seattle heraus gen Süden.

Wer genug Zeit mitbringt, kann einen Kurztrip in den Olympic Nationalpark unternehmen und den für Indianer heiligen Fluss Elwha entlang fahren.

Die Landschaft des Nationalparks zeichnet sich durch zahlreiche Seen, Berge und Wälder aus, die zu jeder Jahreszeit eine tolle Kulisse bilden können.

Unweit des Olympic Nationalparks eignet sich das Örtchen Forks für einen Zwischenstopp oder eine Übernachtung. Besonders „Twilight“-Fans sollten etwas Zeit einplanen. Zahlreiche Szenen der Filmreihe wurden in und um den Ort gedreht, sodass es einiges zu sehen gibt.

Wer die besten Drehorte erkundet hat – oder wer eben nicht so sehr filmaffin ist und den Ort lieber umfährt, sollte spätestens wieder am Cannon Beach eine Pause einlegen. Nicht nur aufgrund des monumentalen Haystack Rocks im Pazifik ist der nach dem Strand benannte Ort einen Besuch wert.

Auch für Walbeobachtungen und lange Strandwanderungen ist Cannon Beach perfekt geeignet. Zahlreiche Restaurants und das urige Steidel’s Art Museum runden das Angebot an Kultur und Kulinarik ab. Von dort aus führt die Tour weiter entlang der Pazifikküste.

Eine weitere Übernachtung bietet sich dann in Newport an. Der Ort selbst ist Heimat des Yaquina Head Leuchtturms und des South Beach State Parks – beide sollten sich definitiv auf der Liste der zu besuchenden Orte finden. Das Hallmark Resort Newport ist eine optimale Anlaufstelle für eine Übernachtung – die direkt am Strand gelegene Unterkunft bietet beste Ausblicke auf den Pazifik und alle Annehmlichkeiten, die das Motorradfahrerherz begehrt.

Bilder:
© Skyline: TomKli / Shutterstock
© Moos: Washington State Tourism
© Fahrrad: Christian Heeb / Travel Oregon

Von Newport nach San Francisco

800 Meilen

Nach einer komfortablen Übernachtung geht es frisch gestärkt auf die Maschine rund zwanzig Minuten in Richtung der Seal Rocks. Die direkt an der Küste gelegenen Felsformationen, die aus dem Wasser herausragen, stellen ein einzigartiges Fotomotiv dar. Eine kleine Wanderung bietet tolle Ausblicke, bevor es weiter in die Oregon Dunes National Recreation Area geht. Diese bildet ein riesiges Dünengebiet, das sich teilweise auf bis zu 150 Meter erhebt. Ein kurzfristiger Tausch des Motorrads gegen ein Quad bietet sich hier an – eine Menge Spaß auf dem ausgedehnten Dünenareal ist garantiert.

Direkt vom Strand aus führt die Route daraufhin landeinwärts. Als lohnenswertes Ziel wartet dafür der Crater Lake Nationalpark nach rund dreieinhalb Stunden Fahrzeit. Mitten im Nationalpark liegt der tiefblaue Kratersee eines Vulkans – übrigens der tiefste See der gesamten Vereinigten Staaten. Nicht nur deshalb lockt er Besucher aus nah und fern an. Traumhafte Wanderwege warten rund um das Gewässer. Für die Nacht bietet die Crater Lake Lodge eine Menge Komfort und Raum zur Erholung von einer spannenden Tagestour.

Diese ist vor der nächsten Etappe auch gut getimed – denn es folgt eine fast siebenstündige Tour zurück an die Pazifikküste und das Erreichen vom „Golden State“ Kalifornien.

Dort liegt mit dem Redwood Nationalpark im wahrsten Sinne ein Höhepunkt auf dem Routenverlauf. Die Küstenmammutbäume in diesem Park sind zum Teil über hundert Meter hoch. Auch Hyperion, der höchste Baum der Erde, ist im Redwood beheimatet – auf über 115 Metern ragt seine Spitze in einer schwindelerregenden Höhe. Dieses Naturwunder und die Regenwaldlandschaft im Nationalpark sorgen dafür, dass der Besuch des Nationalparks auf dieser Route ein absolutes Must-see ist und einige Stunden Aufenthalt eingeplant werden dürfen. Im Umkreis von dreißig bis vierzig Kilometern finden sich diverse Hotels, die nach der Erkundung der Region für die Nacht angesteuert werden können.

Der nächste Streckenabschnitt der Westküsten-Motorradtour führt an die Humboldt Bay. Rund zweieinhalb Stunden Fahrzeit sind es vom Redwood Nationalpark aus bis zur Bucht. Diese ist ein Paradies für tausende Zugvögel und darüber hinaus landschaftlich sehenswert. Nach einem kleinen Zwischenstopp geht es dann wieder aufs Motorrad, um eine der beliebtesten Städte der USA zu erreichen: San Francisco.

Die Perle an der Westküste ist gerade bei Europäern äußerst beliebt. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten lassen sich mit dem Motorrad erkunden. Eine Tour über die legendäre Golden Gate Bridge ist dabei natürlich ein absolutes Muss – übrigens auch mit dem Fahrrad, was den Vorteil bietet, Zwischenstopps einlegen zu können. Auch das Alamo Square mit den sogenannten Painted Ladies – bunt gestrichene, viktorianische Holzhäuser – ist einen Besuch wert. Dort findet sich die für das historische San Francisco typische Architektur. Im Viertel Fisherman’s Wharf finden sich rund um den Hafen zahlreiche Attraktionen und empfehlenswerte Restaurants – besonders rund um das Pier 39. Ein äußerst attraktives Stück San Francisco gibt es in der kurvigen Lombard Street zu sehen. Diese Straße den Berg hinab zu fahren, ist mehr als ein Geheimtipp – der sich dabei bietende Ausblick unvergesslich. Eine gute Unterkunft für Motorradtouristen ist das Vertigo Hotel im Stadtzentrum – aufgrund der großen Auswahl an Sehenswürdigkeiten in der Stadt lohnen sich hier zwei oder mehr Nächte.

Bilder:
© Oregon Dunes: Rahel Seiler/Travel Oregon
© Crater Lake: Clayton Cotterell / Travel Oregon
© Redwood Nationalpark: GathoReisen

Von San Francisco nach Los Angeles

550 Meilen

Wenn genügend Eindrücke der großen Metropole gesammelt sind, geht es weiter auf der Panamericana. Nachdem die Skyline von San Francisco verblasst und San Jose passiert wird, führt eine rund zweistündige Fahrt an den Küstenort Monterey. Dort bietet sich eine kleine Pause an, denn einige nette Lokalitäten, wie zum Beispiel das Fisherman’s Wharf (richtig – wir erinnern uns an das Stadtviertel von San Francisco), verfügen über eine große Auswahl an Speisen. Wer den Ort erkunden möchte, kann eine Übernachtung im Hotel Comfort Inn Carmel Hill anvisieren. Das Hotel ist relativ klein, jedoch sehr gemütlich und motorradfahrerfreundlich. Rund zehn Kilometer von Monterey entfernt befindet sich die Bixby Creek Bridge. Diese dürfte eines der schönsten Fotomotive in ganz Kalifornien darstellen. Gerade zum Sonnenuntergang zeigt sich die in eine Hügellandschaft gebettete Brücke von ihrer schönsten Seite.

Das nächste Etappenziel der Motorradtour über die Panamericana heißt – nach erneut rund zwei Stunden Fahrzeit – San Simeon.

Auf dessen Hügeln thront das Hearst Castle – ein schlossartiges Anwesen, das zu einem Besuch einlädt. Weiter geht es über Morro Bay.

Dort finden Interessierte gute Voraussetzungen für Whale Watching. Das Ende dieser Etappe führt nach Solvang. Die dänisch angehauchte Kleinstadt beherbergt einige nette Restaurants und eine ganz besondere Sehenswürdigkeit: Das Solvang Vintage Motorcycle Museum. Zahlreiche klassische Maschinen können darin begutachtet werden – einige davon lassen mit Sicherheit die Herzen vieler Motorradfans höher schlagen. Je nach vorhandener Zeit lohnt sich eine Übernachtung im urigen Ort.

Die letzte Etappe der Westküstentour folgt. Und diese bietet einige Optionen für einen kleinen Zwischenstopp. Die Kleinstädte Santa Barbara und Ventura stellen ebenso lohnenswerte Anlaufpunkte dar, wie die Promihochburg Malibu. Dort lässt sich an mehreren Strandabschnitten das Malibu Beach-Feeling erleben und die Sonne genießen. Nur wenige Kilometer von Malibu entfernt ragt das legendäre Santa Monica Pier in das Wasser des Pazifiks. Der lange Holzsteg, der das offizielle Ende der Route 66 (LINK ZU ROUTE 66) markiert, ist Heimat eines Freizeitparks und garantiert tolle Aussichten – oftmals auch atemberaubende Sonnenuntergänge.

Vom Santa Monica Pier aus ist es nur noch ein Katzensprung bis in die Weltmetropole Los Angeles, dem Zielort dieser Route.

Über Los Angeles muss nicht viel gesagt werden. Hollywood, Venice Beach und viele andere Strände oder Beverly Hills – die Stadt der Superlative spricht für sich. Ein Spaziergang über den Walk Of Fame bietet sich ebenso an, wie ein Besuch der Universal Studios Hollywood oder der Einkaufsmeile Rodeo Drive. Langeweile ist in Los Angeles ein Fremdwort und das so gut wie immer fantastische Wetter tut sein übriges. Genießen Sie ein paar Tage zwischen Strand, Glamour, Filmgeschichte und Shoppingmöglichkeiten zum Ende der Reise. Die Motorradübergabe erfolgt natürlich ebenso in der Stadt der Engel – ein rühmlicher Abschluss einer hoffentlich unvergesslichen Motorradreise an der US-Westküste. Überzeugen Sie sich selbst auf einer Fahrt von den landschaftlichen Vorzügen der Pazifikregionen!

Bilder:
© Motorrad: Eagle Rider

CTA USA Route 66